Texte & Gedanken

Sport-Motivation

Das mit dem Sport und mir ist ein ständiges Auf und Ab. Ich bin im Fitnessstudio angemeldet und habe Phasen, in denen ich regelmäßig hingehe, eine Routine entwickle und Spaß dran habe. In den letzten Monaten war das häufiger so, allerdings wurde ich immer wieder aus der Routine herausgerissen – beispielsweise durch meinen Urlaub in New York. Danach fiel es mir total schwer wieder rein zu kommen. Vor Kurzem hatte ich wieder eine gute Routine, habe regelmäßig Sport gemacht und es fest in meinen Alltag eingeplant – bis ich für ein paar Tage nach Porto geflogen bin. Seitdem bin ich wieder total raus und leider unmotiviert. Hinzu kommt, dass ich ständig im Hinterkopf habe, dass ich eigentlich am Schreibtisch sitzen und etwas für meine Bachelorarbeit tun sollte. Das hält mich dann zusätzlich davon ab, noch zum Sport zu gehen, wobei es natürlich gut tut und meine Produktivität eher fördert als ihr zu schaden.

Ich merke aber dennnoch, dass mir die Bewegung fehlt und oft habe ich ein Verlangen danach, deswegen möchte ich das Ganze wieder fest in meinen Alltag einbauen und eine Routine entwickeln. Vor allem glaube ich, dass es gerade jetzt in der Phase meiner Bachelorarbeit mega hilfreich sein kann, weil ich dann automatisch besser und ausgeglichener in den Tag starte.

Ich habe mir überlegt was genau mich zum Sport machen motiviert hat, als ich regelmäßig hingegangen bin und möchte mir diese Punkte immer wieder vor Augen halten:

  1. danach fühle ich mich einfach viel besser. Es fällt mir manchmal etwas schwer, mich aufzurappeln und zum Sport zu gehen. Oft denke ich dann, dass es sich irgendwie nicht lohnt und es unnötig ist dafür nun Zeit aufzubringen, die ich ja auch anders nutzen könnte. Aber: es lohnt sich ja doch – vor allem für das gute Gefühl danach.
  2. das schlechte Gewissen. Oft nehme ich mir vor, am nächsten Tag an einem bestimmten Kurs teilzunehmen, dafür früher aufzustehen und bin dann auch eigentlich motiviert, aber irgendwie entscheide ich mich oft dann dagegen und bin letzten Endes genervt und hab ein schlechtes Gewissen. Die negativen Gedanken demotivieren mich dann und das führt dazu, dass ich auf nichts richtig Lust habe. Deswegen ist es eigentlich immer besser, einfach hinzugehen.
  3. Sport zu Hause. Eine Zeit lang hab ich morgens zusammen mit YouTube kurze Yogasessions in meinen Start in den Tag eingebaut. Das tat mir echt gut und war mit keinem großen Aufwand verbunden. Mein Bruder zum Beispiel hat Sportgeräte für zu Hause. Das ist auf jeden Fall auch eine gute Option, falls man keine Lust hat mit anderen im Fitnessstudio zu trainieren oder nicht regelmäßig dafür bezahlen möchte. Ein Sportgerät für zu Hause ist natürlich ebenfalls teuer, aber dann ja eine einmalige Investition, die sich lohnen kann. Ich persönlich trainiere aber lieber im Fitnessstudio, zu Hause habe ich einfach nicht die richtige Atmosphäre dafür.
  4. die Gesundheit. Wir wissen alle, dass Sport gesund und wichtig ist. Eigentlich ist das ja schon Motivation genug.
  5. ein besseres Körpergefühl. In den Phasen, in denen ich regelmäßiger Sport getrieben habe, hat sich schnell ein Unterschied bemerkbar gemacht. Nicht an meinem Äußeren, sondern im Inneren. Ich habe mich mehr im Reinen mit mir selbst gefühlt und hatte eine bessere Verbindung zu meinem Körper, wusste besser was mir gut tut und hab mich einfach besser gefühlt.
  6. YouTube Videos schauen – von Menschen, die Spaß am Sport haben, motivierend und inspirierend sind und Lebensfreude versprühen.

Beim Schreiben dieser Punkte hab ich tatsächlich wieder ein kleines Motivationsgefühl verspürt. Es ist so komisch, dass wir Menschen Dinge tun, die schlecht für unsere Gesundheit sind – wie zum Beispiel Rauchen oder Alkohol trinken – und Dinge nicht tun, obwohl wir wissen, dass sie gut und wichtig für unsere Gesundheit sind. Müssen wir denn immer erst die Konsequenzen von unserem Verhalten spüren, um motiviert zu sein, etwas zu ändern? Wir müssen schon vorher anfangen. Wir müssen schon vorher wissen, wofür wir das tun und warum wir das wollen. Und das sollte bezüglich Sport nicht in erster Linie sein, einen tollen Körper zu haben, den man am Strand oder sonst wo präsentieren kann. Sport ist so wichtig für die Gesundheit, für ein positives Körpergefühl, fürs Selbstbewusstsein. Und ich denke, ich werd gleich einfach mal wieder eine Runde Yoga machen, um wieder reinzukommen und mir anschauen, welche Kurse ich in der nächsten Zeit in meinen Alltag einbauen kann.

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