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Mehr zählt nicht

Mal kurz festhalten: in weniger als einer Woche ist Heiligabend!

Ich finde es immer wieder unglaublich, wie schnell die Weihnachtszeit vergeht und wie schnell sie wieder da ist. Und darüber bin ich froh, denn ich liebe diese Zeit. Der gesamte Dezember ist so ein magischer Monat und die zweite Hälfte des Novembers irgendwie auch schon, denn da geht es immer langsam los mit Kekse backen und in Weihnachtsstimmung kommen.

Ich habe in den letzten Wochen so viel Zeit mit meiner Familie verbracht und das ist für mich das Allerschönste. Nicht nur in der Weihnachtszeit, sondern das ganze Jahr über. Aber besonders im Dezember gibt es bei uns häufig Anlässe, zusammen zu kommen, und das finde ich so schön, weil es mir so wichtig ist, Zeit mit meiner Familie zu verbringen und es in der Weihnachtszeit ja genau darum geht: um Liebe. Um gemeinsame Zeit. Um Besinnung.

Die Weihnachtszeit und die Feiertage sind dafür da. um runter zu kommen und sich mal auf die wirklich wichtigen Dinge zu besinnen. Im Leben geht es nicht darum, am meisten Geld von allen zu verdienen oder sein Studium so schnell wie möglich mit dem besten Durchschnitt abzuschließen. Es geht nicht darum, die teuersten Dinge zu besitzen oder am besten auszusehen oder das perfekteste Leben auf Instagram oder anderswo zu inszenieren. Es geht nicht darum, immer alles richtig zu machen und immer der Stärkste zu sein.

Bei einem Shoppingtrip machen uns nie die gekauften Dinge wirklich glücklich, sondern immer die Zeit mit einer anderen Person oder mit uns selbst. Die teuerste und größte Wohnung kann so teuer und groß sein wie sie will – sie ist nichts wert, wenn wir kein Glück darin empfinden und uns einsam fühlen. Und was bringt das teuerste Auto, wenn wir nicht wissen, wohin wir damit fahren sollen?

Im Leben geht es um Gesundheit. Um wahres Glück und um Liebe. Um Zeit für besondere Momente mit besonderen Menschen. Manchmal gerät das im Laufe eines Jahres vielleicht in Vergessenheit. Wir nörgeln rum, weil irgendeine Kleinigkeit nervt. Weil wir von der Uni gestresst sind, in der wir freiwillig studieren. Weil wir in unserem Nebenjob so viele Arbeitstage wie möglich annehmen, um immer mehr zu haben. Wir streben immer nach mehr. Und das ist okay, weil wir uns dadurch Städtetrips und andere schöne Erlebnisse leisten können.

Aber „immer mehr“ ist eben auch nicht alles.

Ich glaube der Schlüssel zum Glück ist Dankbarkeit und Gesundheit. Letzteres kann man nicht beeinflussen, weshalb man sich umso glücklicher schätzen kann, solange man es besitzt. Aber Dankbarkeit können wir beeinflussen. Indem wir uns darauf besinnen, was wirklich zählt und dass wir von allem mehr als genug haben und nicht „immer mehr“ benötigen.

Und Dankbarkeit sollten wir nicht nur in der Weihnachtszeit empfinden, aber gerade in dieser Zeit sollten wir ein wenig zur Ruhe kommen. Für die Zeit mit unseren Liebsten dankbar sein. Für das gesamte Jahr dankbar sein und dafür, dass wir noch immer hier sind und ein weiteres Weihnachten mit den Menschen, die wir lieben, verbringen können. Dass wir ständig etwas dazu lernen und Erfahrungen sammeln. Dass wir nicht alles so hinnehmen, wie es scheint, sondern auch mal hinterfragen. Dass wir die Fähigkeit besitzen, selbst entscheiden zu können, was für uns im Leben zählt – und was nicht. Dass wir Menschen um uns herum haben, die uns inspirieren, die uns das Gefühl geben, zu Hause zu sein. Dass wir gesund sind.

Mehr zählt nicht.

 

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