Über Montage, das Lesen und Motivation

Montagmorgen – ich bin Studentin und genieße das Privileg, selbst entscheiden zu können wann ich zu Hause bleibe und wann es sich lohnt zur Uni zu fahren. Ich weiß, dass nicht jeder das kann und dass es auch bei mir irgendwann nicht mehr so sein wird, weshalb ich es umso mehr schätze. Aber wenn ich zu Hause bleibe, dann schlafe ich nicht aus und mache aus dem Montag einen zweiten Sonntag. Ich stehe genau so früh auf, als würde ich zur Uni müssen und schreibe mir bei einer Tasse Tee eine To-Do-Liste für den bevorstehenden Tag. Ich mag es nicht, in den Tag hineinzuleben und abends im Bett zu liegen, ohne irgendetwas erledigt oder geschafft zu haben. Ich brauche das Gefühl, fleißig gewesen zu sein, vor allem wenn es so viele Dinge gibt, die noch darauf warten, von mir erledigt zu werden. Ich hasse offene Aufgaben. Jene, die ich tage- manchmal sogar wochenlang vor mir herschiebe und von denen ich mich so einfach befreien könnte indem ich sie schnell erledige. Denn meistens sind es nur Kleinigkeiten, die innerhalb von maximal einer halben Stunde bei Seite geräumt werden könnten. Heute Morgen jedenfalls entschied ich mich dazu, heute wirklich alles zu schaffen, was ich mir vorgenommen habe. Gestern Abend habe ich schon angefangen aufzuräumen – das Ergebnis davon waren drei volle, blaue Müllsäcke, die  bald zu der Altkleidersammlung gebracht werden können. Es ist ein befreiendes Gefühl, so viel auszumisten, vor allem wenn man weiß, dass andere anschließend davon profitieren können. Und auch wenn gestern Sonntag war – das war für mich kein Grund, nicht damit anzufangen. Ich hatte gestern Abend Lust, war motiviert und habe diesen Motivationsschub direkt ausgenutzt. Und auch heute bin ich nicht weniger motiviert. Ich glaube was am meisten zu meiner positiven Einstellung und meiner Motivation beiträgt, ist „Das Happiness Projekt“ was ich in der letzten Woche gelesen habe. Seit eben gerade bin ich damit durch ( was ich eigentlich ziemlich schade finde, aber andererseits ist es auch immer ein schönes Gefühl ein Buch durchgelesen zu haben, vor allem in so kurzer Zeit). Das Buch hat mich extrem inspiriert und motiviert, Dinge zu erledigen statt sie lange aufzuschieben und eine positivere Einstellung zu bewahren, aber dazu in einem separaten Blogpost zu dem Buch in den nächsten Tagen mehr. Jedenfalls konnte ich auch in der letzten Woche mal wieder feststellen, wie unheimlich glücklich es mich macht und wie beruhigend es auf mich wirkt, jeden Abend vor dem Schlafen gehen oder in der Bahn zu lesen, in eine andere Welt einzutauchen und mich inspirieren zu lassen. Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, aktuell kein Buch zu haben, das ich lese. Deswegen werde ich auch heute Abend oder vielleicht gleich schon direkt ein neues Buch anfangen.

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Aber zu erst gibt es noch einige Punkte auf meiner To-Do-Liste, die ich abhaken muss oder möchte, bevor ich mich zurücklehnen und lesen kann. Ein Punkt meiner Liste gehört zu denen, die ich am häufigsten aufschiebe, weil ich sie – aus welchem Grund auch immer – als extrem lästig empfinde: ein Paket abschicken. Ich hasse es einfach, wenn bei mir ein Paket steht, das ich noch wegbringen muss und ich hasse es, das Paket dann wegzubringen. Ich weiß nicht warum. Es ist keine große Arbeit, keine große Herausforderung. Nur ein zehn minütiger Fußweg zum Kiosk und mehr nicht, aber aus irgendeinem Grund schiebe ich so etwas einfach immer vor mir her, anstatt es schnell zu erledigen. Es ist so eine kleine, einfache Aufgabe, die mich dann aber tagelang im Hinterkopf belastet. Das könnte ich so einfach verhindern, indem ich das Paket wegbringe. Und das werde ich gleich tun. Auch wenn ich absolut keine Lust habe, aber wenn mich das Happiness Projekt zu einer Sache inspiriert hat, dann ist es, unangenehme oder lästige Aufgaben sofort zu erledigen. Sie zerren sonst nur unnötig am Glücksempfinden. Und ich weiß, dass ich mich gleich so befreit fühlen werde, wenn ich dieses Paket los bin. Außerdem kann es ja auch nicht schaden, mal einen Weg zu Fuß zurückzulegen und ein wenig an der frischen Luft zu sein.

Wenn das erstmal erledigt und ich erleichterter bin, werde ich noch etwas für die Uni tun und dann, bis ich zur Arbeit muss, lesen.

Es ist gar nicht so schwer, aus einem Montag das Beste herauszuholen. Man muss ihn nur aus dem richtigen Blickwinkel betrachten. Und obwohl das Wetter objektiv betrachtet nicht besonders gut ist, liebe ich es. Der Himmel ist grau, zwischendurch scheint die Sonne ein wenig durch und die Luft draußen ist klar und frisch und riecht nach Sommerregen. Das ist so eine Sache, die mich dazu motiviert, gleich das Paket wegzubringen. 😀

Ich habe einfach gemerkt, dass ich mit meiner Einstellung meistens selbst bestimmen kann, ob ich einen Tag am Abend rückblickend als gut oder schlecht empfinde. Wenn ich morgens mit einem Lächeln aufwache und schon in der ersten halben Stunde des Tages auf Grund eines Telefonats lachen muss, dann ist es auch ziemlich wahrscheinlich, abends mit einem Lächeln wieder einzuschlafen und in mein Tagebuch zu schreiben, dass der Tag gut war.

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Your mind is a powerful thing. When you fill it with positive thoughts, your life will start to change.

Do it now. Sometimes ‚later‘ becomes ’never‘.

Work until your idols become your rivals.

You don’t have to be great to start, but you have to start to be great.


Ich wünsche euch einen tollen Start in die neue Woche <3

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3 Kommentare

  • Carrie
    24. Mai 2016 at 6:52

    interessanter Beitrag
    http://carrieslifestyle.com

  • Alissa
    24. Mai 2016 at 10:56

    Ich bin auch so ein To-Do-Listen-Junkie!! 🙂 Ich schreibe mir wirklich jeden Tag eine – egal ob Montags, Sonntags oder Feiertags 🙂 Manche verstehen das ja nicht so richtig, aber ich brauche abends auch einfach das Gefühl, etwas erledigt zu haben. 🙂
    Und oh mein Gott, zur Post mit einem Paket zu gehen ist ja wirklich das Ätzenste, oder?? Haha da bist du wirklich nicht allein!! 😀
    Ich wünsche dir einen genauso produktiven Dienstag, wie es schon dein Montag war 🙂
    Küsschen!
    Alissa
    http://www.alissaloves.de

    • Alina
      Alina
      24. Mai 2016 at 14:16

      Haha es ist gut zu wissen, dass ich nicht die Einzige bin, die es hasst 😀 Ich war auch echt froh, als ich es dann gestern hinter mich gebracht habe 😀
      Ich wünsche dir auch einen tollen Dienstag und eine schöne weitere Woche <3

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Alina

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20. Bremen. Berlinliebe. Tagebuch. Schreiben. Wasser. Reisen. Meer. Pizza. Uni. Liebe. Chai Latte. Lesen. Gedanken. Fotos. Erinnerungen. Hier und jetzt.

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