Manchmal…kommt alles wie es kommen soll

Ich wache auf, blinzle den Sonnenstrahlen, die durch das Fenster in mein Zimmer scheinen, entgegen und schließe noch einmal für einen kurzen Moment die Augen.

Nachdem ich nochmal kurz eingeschlafen und wieder aufgewacht bin, schaue ich auf mein Handy und erinnere mich, dass ja heute der erste April ist. Schon wieder ein neuer Monat. Gerade gestern scheint doch erst Silvester gewesen zu sein und nun beginnt schon der vierte Monat des Jahres. Es geht so unheimlich schnell.

Ich stehe auf, öffne das Fenster und atme die frische Luft ein. Es riecht nach Frühling. Die Sonne ist warm auf meiner Haut und ich höre die Vögel zwitschern. Es ist diese bestimmte Luft, bei der man schon morgens spürt, dass es ein schöner warmer Tag wird. So wie die klare Luft im Winter, die den ersten Schnee verspricht.

Ich freue mich, dass die Sonne scheint, aber irgendwie wundert es mich auch. So waren doch die letzten Tage eher grau und kalt und jetzt, ausgerechnet am ersten April ist so schönes Wetter? Dieser Monat ist doch bekannt dafür zu machen was er möchte. Und er hat sich für Sonne entschieden.

Manchmal, manchmal ist es an einem 30. Oktober noch so warm, dass man in T-shirt das Haus verlassen kann.

Manchmal, manchmal schneit es Mitte April, wenn eigentlich der Frühling seinen Lauf nehmen sollte.

Manchmal, manchmal verlassen Menschen unser Leben, von denen wir dachten, dass sie es niemals tun würden.

Manchmal, manchmal lesen wir ein Buch zu Ende und stellen fest, dass wir es doch gar nicht so schlecht fanden wie wir dachten.

Manchmal, manchmal gehen wir auf eine Party, auf die wir überhaupt keine Lust haben und befinden uns um 8 Uhr morgens am nächsten Tag noch immer auf der Tanzfläche.

Manchmal, manchmal fahren wir mit dem Auto der Sonne entgegen, die grauen Wolken hinter uns.

Manchmal, manchmal verstehen wir uns mit den Menschen am besten, von denen wir geglaubt haben, dass sie zu unterschiedlich seien. Aber man muss nur hinter die Fassade schauen und dann sieht man: irgendwie sind wir uns doch alle ziemlich ähnlich. Irgendwie sehnen wir uns doch alle nur nach einer Sache: Liebe.

Manchmal, manchmal kommt alles anders als erwartet. Im April schneit es, Menschen verlassen uns, und wir weinen an einem Tag, von dem wir dachten, dass es der schönste unseres Lebens wird.

Aber manchmal…manchmal scheint am ersten April eben auch die Sonne. Und manche Menschen bleiben. Egal welche Fehler wir machen und wie oft es so aussieht, als würden wir sie verlieren – irgendwie kommen sie dann doch wieder. Und dann lachen wir am Ende des Tages, ganz egal ob wir am Morgen geweint oder gelacht haben, ob wir vom prasselnden Regen oder von den hellen Sonnenstrahlen wach geworden sind.

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6 Kommentare

  • Ina
    2. April 2016 at 14:09

    Liebe Alina,

    ein schöner Beitrag. Es kommt eben am Ende doch meistens anders wie man es sich denkt – und das ist ab und an auch ganz gut so! 🙂

    Liebe Grüße
    Ina

  • Isa Red
    2. April 2016 at 18:19

    Schöne Worte 🙂

    Love, Isa Red | http://www.lookatisared.blogspot.de

  • Linda
    3. April 2016 at 11:34

    Ich mag deinen Schreibstil wirklich gerne! Hast mich als neue Leserin gewonnen, hihi 🙂
    Ganz liebe Grüße <3
    http://heelsandhypes.blogspot.de/

  • Stella
    24. Mai 2016 at 21:50

    Ich liebe diese nachdenklichen Texte sehr. Das ist auch der Grund, warum du mich als Leserin gewonnen hast :). Ich selber möchte auf meinem neuen Blog auch wieder Texte dieser Art verfassen.

    Liebe Grüße <3

    • Alina
      Alina
      26. Mai 2016 at 21:54

      Danke, das freut mich 🙂 <3

  • Lana und Julia
    25. November 2016 at 12:33

    Sehr schön 🙂

    Liebe Grüße

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Alina

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20. Bremen. Berlinliebe. Tagebuch. Schreiben. Wasser. Reisen. Meer. Pizza. Uni. Liebe. Chai Latte. Lesen. Gedanken. Fotos. Erinnerungen. Hier und jetzt.

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