Die Einstellung machts! #myjanuary

00:22 Uhr. Ich sollte längst in meinem Bett liegen und im Land der Träume verschwunden sein, schließlich muss ich morgen früh um halb 7 schon wieder aufstehen. Aber was, wenn die Realität gerade viel schöner ist als all die möglichen Träume? Wenn ich wach bin, dann kann ich alles umsetzen was ich möchte und auch wenn es extrem unvernünftig klingt und ich es morgen früh bereuen werde: die Zeit ist mir gerade zu schade, um sie mit Schlafen zu verbringen.

Stattdessen sitze ich lieber an meinem Schreibtisch und denke nach. Aber nicht dieses für mich typische „overthinking“-Nachdenken – nein. Ich sitze hier und lasse den Januar Revue passieren, denn der ist nun schon wieder vorbei.

Ich habe im Januar so viel Zeit in der Uni-Bibliothek verbracht, gefühlt mehr Zeit als zu Hause. Aber das war gar nicht so schlimm. Es haben sich einige Dinge geändert, irgendwie nur zum Positiven. Ich bin mit einigen Menschen (noch) näher zusammengewachsen, habe mich um Beziehungen in meinem Leben gekümmert. Alte Freunde, neue Freunde, Liebe, Familie. Es hat mich gestärkt, auch wenn ich mich manchmal sehr schwach im Januar gefühlt habe.

Der Monat war so etwas wie ein Kampf – und ich gehe stärker aus ihm hervor.

Es gab so viele Momente, in denen ich verzweifelt auf dem Sofa saß und geweint, alles stundenlang zerdacht habe. Aber besonders zum Ende des Monats gab es auch so viele Momente, in denen ich einfach nicht nachgedacht habe. In denen ich einfach das Schlechte aus meinem Kopf verbannt habe. Ich denke alles ist mehr oder weniger Gewohnheit. Ich habe mir leider irgendwann mal angewöhnt, unglaublich viel nachzudenken und manche Dinge schlimmer zu sehen, als sie sind. Jetzt gewöhne ich mir das wieder ab. Zumindest versuche ich es und in letzter Zeit hat es auch eigentlich ziemlich gut geklappt.

Was ich dabei festgestellt habe, ist, dass man manchmal einfach Menschen braucht, mit denen man darüber redet. Die einen in den Arm nehmen und sagen, dass alles wieder gut wird – dass eigentlich alles gut ist. Vielleicht auch dass ich übertreibe, denn ja – manchmal muss ich das hören um wieder auf dem Boden der Tatsachen stehen zu können.

Ich bin froh, solche Menschen in meinem Leben zu haben. Ich habe nach diesem Monat das Gefühl, dass sie nun noch tiefer in meinem Herzen verankert sind als sie es ohnehin schon waren.

Manche Fehler muss man einfach 1001-mal machen, um endlich aus ihnen zu lernen.

Zum Glück hatte er die Geduld.

Und was ich im Januar noch festgestellt habe? Glück ist Einstellungssache.

Ich kann mich hinsetzen und mich unglücklich denken oder aber ich stehe auf, tanze zu Guter-Laune-Musik und bin glücklich. Das geht wirklich manchmal einfacher als gedacht.

Das Leben bietet so viel mehr als all diese kleinen Probleme, von denen wir uns zu sehr stressen lassen.

Jetzt gerade in diesem Moment bin ich glücklich. Weil der Januar schön war, auch wenn er so viele schlechte Seiten hatte. Letzten Endes haben sich alle Tränen gelohnt und es gab vor allem am Ende so viele schöne Momente und Lachanfälle. Darüber bin ich froh. Das Positive überwiegt!

Und jetzt gehe ich schlafen, damit ich morgen früh wenigstens etwas fit in den neuen Monat starten kann.

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2 Kommentare

  • Stella
    16. Februar 2016 at 20:40

    Es ist ein wundervolles Gefühl sagen zu können „Es war hart, aber es hat sich gelohnt.“ Das motiviert ungemein.

    Liebe Grüße,
    Stella

    • Alina
      Alina
      22. Februar 2016 at 21:32

      Das stimmt! 🙂

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Alina

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20. Bremen. Berlinliebe. Tagebuch. Schreiben. Wasser. Reisen. Meer. Pizza. Uni. Liebe. Chai Latte. Lesen. Gedanken. Fotos. Erinnerungen. Hier und jetzt.

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