Ich bin so viel stärker

Ich habe an einen Flashback gedacht, wurde an damals erinnert. Aber es ist nicht das gleiche. Habe mich schneller erholt, gestern geweint, heute schon wieder gelacht.
Es ist nicht wie damals.
Das hier ist eine neue Chance, meine Chance.
Halte wieder an mir fest, denke nach, suche Lösungen – und ich habe sie gefunden.
Ich bin stärker als das alles. Ich weiß mir zu helfen, überstehe die Tage gut, auch wenn sie vielleicht damit enden, dass ich abends weinend im Bett liege. Aber das ist okay.
Ich habe keinen Hass in mir, keine Wut. Das bringt mich nicht weiter. Nur Liebe.
Alles hat zwei Seiten und anders als damals entscheide ich mich dieses Mal für die positive Seite.
Mache das Beste draus, nutze es.

Und ich bin stolz auf mich. Weil ich es schaffe, all das gerade so optimistisch zu sehen und ich hoffe, dass es so bleibt. Nein. „Hoffen ist etwas für Weicheier“ – ich weiß, dass es so bleibt. Und ich bin stolz auf mich, weil ich es schaffe, diesen stechenden Schmerz in meiner Brust, zu akzeptieren. Denn er ist weniger geworden. Meldet sich nur zwischendurch wieder. Und der Optimismus siegt.

Aber ich möchte ehrlich zu mir selbst sein. Es tut weh, dass da diese Lücke ist.

‚Meine Tochter‘ hast du gesagt, da beim schießen im Wald
‚lass dir nie was gefallen, vergiss nie diesen Knall.
So sehr du dich erschrickst, blick dem Feind ins Gesicht,
echte Frauen stehen wieder auf, nur die Feiglinge nicht!‘

Papa sagte: ‚Schatz, nimm mein Gewehr.
Mal bist du der Jäger, mal bist du der Bär.
Doch wenn,
du Bär sein musst, um Gottes Willen, dann kämpf!‘
Und ich bin ein Grizzly jetzt.

Und du sagtest auch: ‚Wenn das Leben nur Zitronen gibt,
mach verdammt nochmal Limonade draus.
Sprich grade raus, Kinn hoch, nie feige, Schatz.
Spiel nicht mit Herzen, oder denen die das mit deinem tun.
Wir sind nicht reich, werden’s nie sein.
Probleme für’s Leben zu groß, für’s Sterben zu klein.
Du weißt, es regnet nicht ewig, immer nur schwer,
nur stets zum Kinn und höher, Zeit schwimmen zu lernen.
Zu gern ich immer da wär, kommt es hart auf hart,
nimm die Faust, Finger raus.
Such den Größten der Bande, spring da drauf, schwing voll aus.
Verlieren wirst du nur das eine Mal, denn ist alles gegeben,
denken die nächstes Mal zwei mal nach.
Der Sinn des Lebens ist Leben, das wars.
Der Sinn des Lebens ist leben.
Jeder springt auch mal versehentlich daneben,
Der Trick ist immer die Balance zwischen Nehmen und Geben.
Karma.‘

 

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Alina

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20. Bremen. Berlinliebe. Tagebuch. Schreiben. Wasser. Reisen. Meer. Pizza. Uni. Liebe. Chai Latte. Lesen. Gedanken. Fotos. Erinnerungen. Hier und jetzt.

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