Glück in Worten

Ich sitze auf meinem Sofa, höre die Musik der letzten Tage, es regnet und es ist ein komisches Gefühl, plötzlich wieder hier zu sein, allein zu sein. Auf einmal ist das, worauf man sich so unendlich lange gefreut hat, so schnell vorbei, aber ich bin nicht traurig. Ich bin gerade einfach nur unfassbar glücklich und eine riesige Welle von Dankbarkeit überkommt mich. Die letzten Tage – haben sich ziemlich perfekt angefühlt, obwohl es immer Kleinigkeiten gab, die vielleicht nicht ganz perfekt waren, aber das Allgemeine, das große Ganze, war einfach nur perfekt.

Es ist schwer, sein Glück zu beschreiben. Glück ist nicht dafür da, um es zu beschreiben, weil man es einfach nur fühlt, aber ich möchte es teilen und für immer festhalten. Ich könnte gerade vor Freude weinen, weil ich so dankbar bin. Für alles, was ich in den letzten Monaten sehen und erleben durfte. Mailand, Brüssel, so viel Sonne, Eis und Kaffee, pinker Himmel über Bremen, diese perfekten Tage, Berlin und die Menschen, mit denen ich all diese Momente teilen durfte.

Dieser eine Moment auf dem Tempelhofer Feld. Die Aussicht, der Fernsehturm. Innehalten. Ich habe diesen Moment so bewusst erlebt, habe die Farbe des Himmels so in mich aufgesogen, dass sie wohl nie wieder aus meinem Gedächtnis verschwinden wird. Für immer meine Lieblingsfarbe.

Ich würde am liebsten jedes Foto, das ich gemacht habe, ausdrucken und in ein Buch kleben und es jeden Abend angucken.

Ich lerne immer mehr von dieser Stadt kennen. Immer mehr Stadtteile und Orte, mit denen ich immer mehr verbinde. Und das liebe ich so.

Der Regenbogen. Der Sonnenuntergang. Diese kleinen Momente, in denen ich sprachlos war, in denen ich einfach nur noch überwältigt war – pures Glück. Und ich habe es mir in meinem Kopf und Herzen so sicher abgespeichert, damit ich diese Momente immer und immer wieder abrufen kann. Wie gerne hätte ich die Zeit angehalten? Alles nochmal auf Anfang, alles nochmal von vorne. Aber wer weiß, was ich dann verpassen würde. Deswegen habe ich diese Momente einfach in mir, zwar voller Sehnsucht, aber auch mit der Gewissheit, dass noch viel mehr folgen wird. Und diese Gewissheit gibt mir das Gefühl, atmen zu können. Das hier fühlt sich wie eine Übergangsphase an und ich kann nicht sagen, ob das etwas gutes ist, aber es fühlt sich nach einem Übergang zu etwas Großem an. Zu etwas Größerem.

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3 Kommentare

  • Anna
    18. April 2017 at 21:20

    „Und diese Gewissheit gibt mir das Gefühl, atmen zu können.“
    You’re alive, girl. ♡

    • Alina
      Alina
      19. April 2017 at 14:28

      <3

  • boss
    20. April 2017 at 22:51

    lak shu gut diese text lo

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Alina

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20. Bremen. Berlinliebe. Tagebuch. Schreiben. Wasser. Reisen. Meer. Pizza. Uni. Liebe. Chai Latte. Lesen. Gedanken. Fotos. Erinnerungen. Hier und jetzt.

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