Wort zum Sonntag

Negative Gedanken sind einfach. Man muss sich dafür nicht besonders anstrengen und sie kommen irgendwie von allein. Man muss sich nicht angewöhnen, negativ zu denken. Man macht es einfach. Ein bisschen rumjammern, weil es einem das Gefühl gibt, sich das Problem von der Seele zu reden. Aber wenn man so redet, als gäbe es keine Lösung – dann wird das Problem nur größer.

Es ist einfach, negativ zu denken, denn manchmal richtet man den Fokus einfach auf die Dinge oder die Menschen, die fehlen. Und manchmal sind das sehr viele. So viele, dass sie all das Positive scheinbar überschatten können.

Und dann sind da Pflichten, bei denen wir uns eigentlich selbst ausgesucht haben, dass sie Pflichten sind. Aufgaben, die uns nerven oder Angst machen, weil sie etwas neues und unbekanntes sind. Weil sie ein wenig Mut erfordern. Aufgaben, aus denen wir ein größeres Problem machen, als sie es eigentlich sind und das nur, indem wir herumjammern und uns einreden, dass wir das niemals so richtig gut hinkriegen… mit solchen Gedanken kann man allerdings dann auch keine Herausforderungen bewältigen.

Deswegen: machen. Einfach machen! Überhaupt erstmal anfangen und nicht schon vor dem Anfang komplett verzweifeln.

Was soll schon passieren? Es wird nichts passieren. Es kann nichts passieren.

Rumnörgeln – das fördert die schlechte Laune und Verzweiflung! Das habe ich in der letzten Zeit nur allzu oft gemacht, denn in den Momenten, in denen ich einfach angefangen habe, hat es funktioniert. Bevor man anfängt, scheint es immer ein bisschen unmöglich. Aber wenn man es geschafft hat, dann fragt man sich, wieso man sich am zu Beginn so krass gestresst hat. Und ist es dieses „Ich hab es geschafft“-Gefühl nicht einfach wert? Sich einer Sache zu stellen, die einem Angst macht. Egal ob es etwas kleines oder großes ist. Statt vor dieser Sache wegzulaufen (bis es nicht mehr geht) ist so viel anstrengender, als sich einfach für einen Moment seiner Angst zu stellen und sie – zu bewältigen! Zu merken: es ist gar nicht so schlimm. Ich hab es geschafft.

Negativ denken bringt nichts. Sich auf die Dinge, die im Leben fehlen, zu fokussieren, bringt ebenso wenig. Denn dadurch bekommt man sie nicht schneller. Und immer nur an die Menschen, die fehlen, zu denken, holt sie auch nicht zu uns zurück.

Klar, es gibt so so viel schlechtes auf der Welt. Aber oh mein Gott – es gibt so viel mehr gutes!

Es gibt diese großen, guten Sachen: Liebe. Gesundheit. Familie. Freunde.

Und es gibt all diese kleinen Dinge und Momente, die uns immer mal wieder im Alltag begegnen: sei es die Sonne oder diese milde Abendluft oder Lachanfälle oder inspirierende Texte oder kleine Erfolgserlebnisse oder neue Städte oder leckeres Essen oder Kaffee trinken gehen oder oder oder.

Es gibt so viel. Und wenn man sich all die kleinen und großen Dinge immer wieder vor Augen hält – ich glaube dann ist negativ denken irgendwann nicht mehr einfacher als positiv denken. Ich glaube dann wird es zur Gewohnheit, dass man sich das Schöne vor Augen hält und dass man automatisch denkt: Ich kann das schaffen! Anstatt sich die Frage zu stellen: Wie soll ich das je schaffen?

You may also like

LEAVE A COMMENT

About me

Alina

Alina

20. Bremen. Berlinliebe. Tagebuch. Schreiben. Wasser. Reisen. Meer. Pizza. Uni. Liebe. Chai Latte. Lesen. Gedanken. Fotos. Erinnerungen. Hier und jetzt.

Signature

Follow

Follow
Follow