Am Ende ist alles gut – mein 2015

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und ich liebe es am Ende eines Jahres alle Erlebnisse, Gefühle und Gedanken noch einmal Revue passieren zu lassen.

Dieses Jahr hat sich einiges in meinem Leben verändert. Ich habe den tollsten Menschen mit dem größten Herzen kennengelernt. Während er all die Jahre immer mal wieder irgendwie in meinem Leben war, aber nie richtig dazugehört hat, stimmte dieses Jahr das Timing und während er in mein Leben kam, bin ich irgendwie angekommen. Ich habe mein Herz nicht für ihn geöffnet – ich habe es ihm in die Hände gelegt. Mit dem Wissen, dass er es nicht zerstören wird. Aber die Angst ist trotzdem da. Nach hinten losgehen kann es immer und ich habe dieses Jahr glaube ich mehr über mich gelernt, als je zuvor. Ich habe erkannt, dass Angst die Ursache vieler, vieler Probleme ist. Habe viel versucht daran zu arbeiten, aber ob ich wirklich weit gekommen bin, kann ich noch nicht sagen. Ich stehe irgendwo dazwischen. Es ist schwer sich zu ändern, negative Gedanken und Ängste zu verwerfen, aber es ist auch nicht unmöglich und deswegen versuche ich es auch weiterhin. Bin ein paar Schritte vorwärts gegangen, aber auch immer mal wieder zurück. Ich denke, es ist eine Sache, die sich mit der Zeit und mit mir einpendelt.

Ich habe Menschen irgendwie verloren, obwohl sie noch da sind. Obwohl sie noch erreichbar sind.  So schwer es mir auch fällt, mir das einzugestehen und so gerne ich es auch verdrängt habe: es ist einfach nicht mehr das gleiche. Die Dinge haben sich geändert. Wir haben uns verändert. Aber irgendwie ist es auch okay, Veränderungen gehören dazu und wie Cameron Diaz mal sagte: „Der Trick am Leben ist es, Veränderungen lieben zu lernen.“ Und das stimmt. Vielleicht wird es irgendwann wieder, vielleicht aber auch nicht. Ich denke, Gott weiß was er tut.

Ich habe viel gelacht – am liebsten mit euch. Ich habe aber auch geweint. Mehr als im letzten Jahr. Aber das sehe ich nicht als Schwäche. Tränen kommen, wenn Worte fehlen und so war es häufiger dieses Jahr. Weil ich verzweifelt war. Wegen mir selbst. Es ist nicht leicht sich in die Augen zu schauen, wirklich über sich nachzudenken und festzustellen, dass man nicht perfekt ist. Und obwohl man sich auch nie für perfekt hielt, tut es weh, sich Fehler einzugestehen. Damals konnte ich die Schuld auf dich schieben, aber dieses Mal ist es anders.

Ich habe viele Orte auf dieser wunderschönen Welt gesehen. War 4-mal in Berlin. Einmal in Paris, Madrid, Münster, Kopenhagen, Amsterdam. Es war immer etwas besonderes, es war immer schön und ich bin unglaublich dankbar für all diese Erlebnisse! Berlin meine große Liebe, am liebsten mit meinem Lieblingsmädchen dort, wo keine Hipster geduldet werden! <3

Ich habe viel, viel, viel zu wenig Zeit mit dir verbracht und das bricht mir das Herz. Dafür waren die Momente mit dir umso schöner, umso besonderer! Berlin, Berlin, Berlin. Kopenhagen. Madrid. Ich bin unfassbar froh, dich in meinem Leben zu haben, im Zug oder Flugzeug oder in der Bahn mit dir laute Gespräche über peinliche Dinge führen zu können. Mit dir lachen und weinen zu können. Rückblickend haben wir vielleicht doch nicht so wenig Zeit miteinander verbracht, aber es war im Vergleich zu all den anderen Jahren einfach zu wenig. Die Städte trennen uns vielleicht doch, aber niemals unsere Herzen.

Ich war auf meinem allerersten Festival, war auf einem Konzert. Habe viel nachgedacht. Zu viel! Overthinking hat mich dieses Jahr extrem geplagt. Manchmal holt einen die Vergangenheit eben doch ein. Sie darf aber niemals die Macht haben, die Gegenwart zu zerstören.

Ich habe Ängste überwunden, schlechte Eigenschaften über Bord geworfen, aber längst nicht alle. Habe Ballast abgeworfen, konnte höher fliegen, aber noch nicht hoch genug. Da ist noch immer etwas, das mich runterzieht. Zu stark. Selbstliebe? Manche Dinge muss ich noch lernen. Aber ich habe so viel darüber nachgedacht, dass es wohl irgendwann mal klappt.

Habe Urteile und Rechtfertigungen mehr denn je gehasst. Zu oft musste ich mich für die Dinge, die ich tue, rechtfertigen. Wieso kann man Menschen nicht einfach das tun lassen, was sie tun wollen? Was ist daran so schwer?

Habe einen wunderschönen Sommer gehabt. Zu ganz viel Rap ganz viel gecruist. Der Sonne entgegen. Freundinnen aus Grundschulzeiten – einfach goldwert.

Ich habe dieses Jahr meinen Führerschein gemacht, habe angefangen zu studieren und habe ein paar lästige Dinge, die mal zu mir gehörten, verabschiedet. Vielleicht bin ich ein Stückchen erwachsener geworden. Während die erste Jahreshälfte noch etwas mehr mit Party hier, Party da gefüllt war, wurde die zweite Hälfte des Jahres immer ruhiger. Dieses Jahr habe ich andere Prioritäten gesetzt, mache mein Jahr nicht mehr davon abhängig, wie gut die Parties waren, sondern mit wem ich die Abende verbracht habe. Und das war mit dir, dir, dir, dir! Mit dir ist jeder Wochentag schön, Montag bis Sonntag. Wir haben so viel gelacht, vielleicht auch ein paar Mal gestritten, aber egal. Wir sind ein Team. Du warst da, hast mir immer zugehört. Wirklich immer. Ich schätze das so sehr. Du hast mein 2015 zu etwas so Besonderem gemacht! LXXIII

Ich wünsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahr. Genießt den Abend, ganz egal ob ihr auf einer Party seid oder entspannt auf dem Sofa sitzt.

Silvester ist für mich nicht ausschließlich dafür da, um zu feiern, sondern hauptsächlich, um das Vergangene Revue passieren zu lassen und einen klaren Kopf für das neue Jahr zu schaffen. Das habe ich getan. Ich habe die schlechten Gedanken wenigstens für heute losgelassen. Silvester ist etwas Magisches, das Ende von etwas Großem und gleichzeitig der Beginn. Es konnte dieses Jahr nicht alles perfekt laufen.

Aber am Ende ist alles gut.

The sun is out, I rush to the window suddenly I just want to let go of the past and start all over again. So I say come on, open your eyes, and see what’s outside, there’s nothing to fear, It’s a new year.

 

 

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6 Kommentare

  • Sarah
    31. Dezember 2015 at 15:31

    Scheint ja ein gutes Jahr für dich gewesen zu sein, toller Post 🙂 und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

    Liebste Grüße
    Sarah <3
    https://sarahsecrecy.wordpress.com

    • Alina
      Alina
      31. Dezember 2015 at 15:47

      Vielen Dank! 🙂
      Ich wünsch dir auch einen guten Rutsch <3

  • Darja
    31. Dezember 2015 at 16:20

    Das ist doch kein Problem meine Liebe! Ich mag es nur nicht gerne wenn man mich direkt nach gegenseitigem Verfolgen oder Unterstützen fragt (ich meine, wie unterstützt man sich bitte nur, wenn man einander folgt?)
    Deinen Blog habe ich mir übrigens sehr gerne angeschaut, trotz (manchmal) sehr langen Texten, habe ich weitergelesen. Dein Schreibstil ist sehr persönlich und freundlich, das gefällt mir sehr gut! 🙂
    Aber die Bilder dürften manchmal etwas größer sein 😉 Sonst kann man deine schönen Outfits oder Details gar nicht so richtig sehen.

    Alles Liebe für’s neue Jahr! Viel Kraft, Durchhaltevermögen und viel Freude!!
    Darja xx

    • Alina
      Alina
      2. Januar 2016 at 12:38

      Dankeschön für dein liebes Feedback 🙂
      Freut mich, dass dir mein Blog gefällt.
      Ich wünsche dir auch alles Liebe fürs neue Jahr!
      Liebe Grüße

  • Lena
    31. Dezember 2015 at 17:05

    Liebe Alina,
    das ist wirklich ein sehr schöner Beitrag der zum nachdenken anregt. Ich mag deinen Schreibstil, mach weiter so, ich freu mich mehr von dir zu lesen.
    Liebe Grüße und alles gute fürs neue Jahr. Ich wünsche dir es läuft so gut wie dieses.
    Lena

    http://footprintstravelblog.blogspot.de

    <3

    • Alina
      Alina
      2. Januar 2016 at 12:39

      Vielen Dank, das freut mich!
      Ich hoffe du hattest ein schönes Silvester und wünsche dir ebenfalls ein schönes Jahr <3

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