Sunnyside – das Leben ist schön

Im Moment bin ich glücklich, mir gehts ziemlich gut und manchmal – auch wenn ich das gar nicht zugeben möchte – habe ich ein schlechtes Gewissen deswegen. Da ist doch diese eine Sache, die mich eigentlich ständig runterziehen müsste und da sind doch so viele Pflichten, die mir immer wieder den Tag verderben sollten. Da sind einige negative Gedanken, die öfter mal in meinem Kopf herumschwirren und da sind Morgende, an denen ich um 6 Uhr aufstehen muss. Da sind Minusgrade, die mich immer frieren lassen, wenn der Bus mal wieder Verspätung hat und da sind Dinge und Zeiten und Menschen, die mir fehlen. Da sind Sekunden, die scheinbar unendlich andauern und Stunden, die wie im Flug vergehen. Da sind die Dinge, die ich möchte und noch nicht erreichen kann Chancen, die ich nicht genutzt habe. Da sind Fehler aus der Vergangenheit und Ängste vor der Zukunft und irgendwo dazwischen – bin ich. Im Hier und Jetzt. Glücklich. Mit dem Versuch, sowohl Sonne als auch Regen zu genießen, aus allem das Beste zu machen, aus allen Erfahrungen einen Nutzen zu ziehen. Klar gibt es so viele negative Dinge, die mich runterziehen könnten, aber irgendwie ist es ja auch Ansichtssache, was wirklich negativ ist. Ich jedenfalls habe für mich entschieden, dass ich negative oder nervige Dinge nicht verdrängen, mich aber immer auf das Positive fokussieren möchte. Auf der Sonnenseite des Lebens sozusagen, nur dass ich auch versuche, den Regen zu mögen. Ok – jemanden zu vermissen kann wirklich traurig machen. Und dann kann man manchmal einfach nichts positiv sehen. Aber dann gibt es noch diese ganzen Kleinigkeiten, die eigentlich gar keine Bedeutung haben und die es gar nicht wert sind, sich wirklich darüber aufzuregen, weil sie einen Tag später sowieso wieder vergessen sind. Und genau deswegen versuche ich, mich für nervige Pflichten zu motivieren anstatt mich über sie aufzuregen. Und ich versuche, am Morgen etwas schönes zu machen, auch wenn er schon um 6 Uhr beginnt und ich nur ungerne in die Kälte gehe. Damit macht man es sich selbst nur leichter und alles ein bisschen schöner.

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herz

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2 Kommentare

  • Anna
    27. Januar 2017 at 9:27

    Wundervolle Fotos und schöne Gedanken! Manchmal muss man sich auf „erlauben“ glücklich zu sein und wie du sagst, die positiven Dinge fokussieren.
    Liebe Grüße
    Anna

    • Alina
      Alina
      27. Januar 2017 at 14:46

      Danke Anna <3

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Alina

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20. Bremen. Berlinliebe. Tagebuch. Schreiben. Wasser. Reisen. Meer. Pizza. Uni. Liebe. Chai Latte. Lesen. Gedanken. Fotos. Erinnerungen. Hier und jetzt.

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