Veränderungen sind gut

Früher hatte ich Angst vor Veränderungen, sah sie als etwas schlechtes. Ich dachte, wenn alles so bleibt, wie es ist, kann ja gar nichts schief gehen. Heute weiß ich: wenn alles so bleibt, wie es ist, dann wird es vielleicht nicht schlechter. Aber es wird halt auch nicht besser. Stehen bleiben ist okay, weil man damit das Risiko umgeht, hinzufallen. Aber dann verpasst man doch auch diesen krassen Moment des wieder-Aufstehens. Und das will ich nicht, denn es tut so gut, auf vergangene Momente zurück zu schauen und zu denken: ok, da gings mir echt schlecht, da lief irgendwie gar nichts gut, da ist so viel kaputt gegangen, aber danach, als alles wieder gut war, nachdem alles „repariert“ wurde, lief es so viel besser. Manchmal muss etwas schönes kaputt gehen, damit etwas schöneres entstehen kann. Es klingt total wie ein Klischee, aber ich habe so oft feststellen können, dass da tatsächlich etwas Wahres dran ist. Sogar sehr viel Wahres! Wenn etwas kaputt geht, dann ist es traurig, deprimierend, manchmal ist man verzweifelt und fragt sich: Wieso? Wieso musste das passieren?

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Tiefpunkte sind wichtig

Und ich hab die Antwort: damit es besser werden kann. Jede kleine „Lebenskrise“, die ich hatte, hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Und ich möchte keinen einzigen Moment rückgängig machen. Wenn ich die Zeit zurückdrehen und die schlechteren Momente verhindern könnte, ich würde es nicht tun. Weil sie mir wirklich geholfen haben. Weil mir dadurch immer deutlicher wurde, was ich will, was ich brauche, was wirklich zählt – und was nicht.

Dinge, über die ich mir manchmal tagelang den Kopf zerbrochen habe, weil ich dachte, dass sie von Bedeutung wären, sind mir inzwischen sowas von unwichtig. Denn in dem Moment, in dem etwas deswegen kaputt gegangen ist, habe ich gemerkt, dass sie es nicht wert sind. Habe etwas neues aufgebaut ohne mich davon weiter beeinflussen zu lassen. Ich glaube so fest daran, dass Dinge nur kaputt gehen, damit etwas Besseres entstehen kann. Auch wenn man dachte, es geht nicht besser oder es muss nicht besser. Aber dann stellt man fest, dass da doch noch etwas war, das gestört hat. Und erst dann kann man es aus dem Weg räumen und neu anfangen. Das geht immer. Wenn man hinfällt, kann man sich so lange ausruhen, wie man möchte. Wichtig dabei ist, Energie zu tanken, um dann mit noch mehr Power wieder los zu rennen!

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Und irgendwann schaut man dann zurück und sieht, welche Strecke man zurückgelegt hat, obwohl man es für unmöglich hielt. Und vielleicht war man auf dem Weg manchmal kurz davor zu verzweifeln, aufzugeben, umzukehren. Aber ich bin mir sicher: wenn man sieht, was man zurückgelegt hat, bereut man niemals, dass man weiter gelaufen ist statt umzukehren. Auch wenn man zwischendurch hingefallen ist.

Ich glaube, Momente, in denen man sich schlecht gefühlt oder man falsch gehandelt hat, sieht man nur als wirklich schlecht an, wenn man nichts daraus gemacht hat. Wenn man es einfach so hat stehen lassen, ohne etwas davon mitzunehmen. Und deswegen versuche ich aus jedem noch so kleinen Tiefpunkt etwas zu lernen. Etwas daran zu entdecken, das ich ändern kann. Denn inzwischen weiß ich: egal wie fest man davon überzeugt ist, dass etwas zu Ende ist – es gibt immer einen Neuanfang, der dem Ende einen Sinn gibt.

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1 Kommentar

  • S.Mirli
    23. Januar 2017 at 11:56

    Liebe Alina, ich kann jedes deiner Wort nur absolut unterstreichen. Sogar die allerschlimmsten Erfahrungen in meinem Leben, haben mich an den Punkt gebracht, an dem ich heute bin, haben mich zu der Person gemacht, die ich heute bin und ich habe schon immer diesen tiefen Glauben in mir, dass ALLES aus einem bestimmten Grund passiert und im Endeffekt immer für etwas gut ist und das lässt mich dann immer auch schwierige Zeiten überstehen. Ich liebe deine Worte einfach. Ich wünsche dir so eine fabelhafte Zeit, alles Liebe und ganz ganz liebe Grüße, x S.Mirli (http://www.mirlime.com)

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20. Bremen. Berlinliebe. Tagebuch. Schreiben. Wasser. Reisen. Meer. Pizza. Uni. Liebe. Chai Latte. Lesen. Gedanken. Fotos. Erinnerungen. Hier und jetzt.

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