Diese Frage kann keiner beantworten

Gedanken im…

Dezember – der Monat, in dem ich immer am allermeisten über Vergangenes nachdenke. Das Jahr geht langsam zu Ende und ich schau auf die letzten Monate zurück. Ich überlege, was sich verändert hat. Ich reflektiere, wie ich mich verhalten habe, wie ich in bestimmten Situationen gehandelt habe. Und während ich mich letztes Jahr um diese Zeit irgendwie ein wenig … verloren gefühlt habe, ist es dieses Mal das komplette Gegenteil. Ich bin echt ausgeglichener und ich bin echt zufriedener. Ganz ehrlich und ohne mir das schön zu reden.

Ich denke es ist normal, dass man sich jedes Jahr verändert, manchmal mehr und manchmal weniger. Vor allem in meinem Alter. Und diese Veränderungen sind so wichtig, weil ich immer mehr das Gefühl habe, „zu mir selbst zu finden“, mir selbst immer mehr nahe komme, auch wenn das jetzt etwas klischeehaft klingt. Man weiß ja irgendwie auch nie richtig, wann man sich selbst wirklich so richtig findet, weil es nie zu Ende geht. Es ist so ein fortlaufender Prozess, der eigentlich kein richtiges Ziel hat, außer mit sich selbst ins Reine zu kommen. Aber es ist nicht so dass man dieses Ziel erreicht und dann wars das. Man läuft nicht über die Ziellinie und dann ist es beendet. Es geht immer weiter. Man selbst geht immer weiter. Und ohne sich zu verändern, ändert man sich weiter. Es ist kein Streben nach Perfektionismus, sondern nach Zufriedenheit, nach der Einstellung, die passt. Und die passende Einstellung zu finden, mit sich selbst richtig umzugehen, zu wissen was wirklich glücklich macht, Prinzipien zu haben oder zu entwickeln, zu reflektieren und daran zu arbeiten – das ist für mich das Leben. Und ich glaube wenn man das erkannt hat, ist man einen ziemlich großen Schritt nach vorn gegangen – zu sich selbst. Und das ist irgendwie so ein schönes Gefühl.

Es ist Dezember und ich habe nicht das Gefühl, dass das Jahr an mir vorbeigeflogen ist. Vielleicht weil ich wirklich versucht habe, alles ein bisschen bewusster zu machen und nicht einfach nur „zu machen“. Ich möchte nicht einfach nur irgendwas machen, weil es normal ist, weil es alle machen, weil es funktioniert. Ich möchte nicht ja sagen, obwohl ich „nein“ denke. Und ich will mich nicht in irgendwas reindrücken lassen. Nicht dazwischen quetschen, weils anders nicht passt. Was bringt das schon?

Ich möchte meine Zeit sinnvoll nutzen. Ganz ehrlich, wieso sollte ich sie mit Dingen verbringen, die ich eigentlich scheiße finde? Ich glaube diese Frage kann keiner mit einem vernünftigen Grund beantworten.

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Das Outfit…

ist keines, das ich ständig im Alltag trage, vor allem nicht mit der Clutch. Aber trotzdem finde ich es schön und ich hatte einfach Lust es mal auszuprobieren. Den Rock habe ich mir vor einem Monat bei H&M in Berlin gekauft, im H&M Online-Shop habe ich diesen hier gefunden, der so ähnlich aussieht. 🙂 Ich hab wirklich so lange keinen Rock mehr im Alltag getragen, weil ich irgendwie dachte, dass es nicht passt, dass es komisch ist. Aber ich hatte so Lust drauf – also hab ichs einfach probiert. 😀 Dazu hab ich diese Bluse von Street One kombiniert und Overknee-Stiefel von Asos. Damit das nicht ganz nach „Schulmädchen“ aussieht, hab ich meine schwarze Bomberjacke von H&M dazu an und eben die Clutch, welche ich vor Jahren mal bei Primark gekauft habe. Mal was ganz anderes und auch wenn nicht jeder so rumläuft, hab ich mich wohl gefühlt. Vielleicht weit her geholt aber irgendwie zeigt es auch, dass man auch mal was anders machen kann, solange man sich dabei gut fühlt.

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Und…

genau das möchte ich auch weiterhin versuchen. Ich möchte mich nicht so extrem von dem scheinbar normalen beeinflussen lassen und dadurch dann aufhören die „normalen“ Dinge infrage zu stellen. Ich möchte darauf hören, was ich im Inneren möchte und was sich für mich gut anfühlt. Nicht einfach machen, weil es alle tun, sondern machen, weil ich mir dem was ich mache, bewusst bin. Ich möchte mich nicht irgendwo reinquetschen lassen, nur damit es passt. Wieso sollte man das tun?

Ich glaube diese Frage kann keiner mit einem vernünftigen Grund beantworten.

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5 Kommentare

  • Swenja
    9. Dezember 2016 at 18:48

    Ein sehr hübscher Look , du siehst bezaubernd aus 🙂
    Ich merke auch immer wieder, wie ich mich zu Jahr und Jahr verändere.. ich denke das gehört einfach dazu!

    Liebste Grüsse
    Swenja
    http://www.overtheview.ch

  • Leonie Rahn
    10. Dezember 2016 at 22:22

    Ich liebe deine Schuhe, hab mir neulich auch solche gekauft:) Und ja, mir geht es im Dezember auch so! Die Leute um mich herum verändern sich, Freunde kommen und gehen und auch die Situationen, in denen man sich befindet, sind ganz anders. <3 Liebe Grüße, Leonie von http://eyeofthelion.de

  • Janine
    11. Dezember 2016 at 14:41

    Liebe Alina, ich finde Deinen Text toll – genauso wie Dein hübsches Outfit 😀
    Ich wünschte so sehr, dass ich auch von mir behaupten könnte, dieses Jahr in vollen Zügen genossen und gelebt zu haben.. Für mich ist es wirklich vorbeigerauscht wie ein Schnellzug, aber ich nehme mir fest vor, dies für das kommende Jahr zu ändern 🙂
    Liebe Grüsse und hab noch einen schönen Adventssonntag
    Janine
    http://www.yourstellacadente.com/

  • Mandy
    12. Dezember 2016 at 14:21

    Liebe Alina,
    erst einmal möchte ich dir sagen, dass ich deinen Blog total mag.
    In deinem Beitrag hier kann ich wirklich sehr viel nachvollziehen.
    Auch ich bin jemand der im Dezember das Jahr gerne Revue passieren lässt.
    Und ich muss sagen, ich bin im großen und ganzen sehr zufrieden.
    Ich habe zwar nicht all meine Ziele ganz erreicht die ich erreichen wollte aber das steht nun für nächstes Jahr eben auf dem Plan 🙂
    So und nun wünsche ich dir eine super schöne Vorweihnachtszeit 🙂
    Liebst,
    Mandy von https://fineliving.live/

  • S.Mirli
    13. Dezember 2016 at 13:29

    Ich glaube das allerschwierigst in Laufe des Lebens und ganz speziell des Älterwerdens ist es, man selbst zu bleiben, immer in einen hineinzufühlen, wann bin ich mir noch treu geblieben und wann habe ich mich verbogen, um mich anzupassen, um „normal“ zu sein, um in die Schublade zu passen. Lass dich nie in eine Schublade stecken, bleibe immer so fabelhaft wie du bist und hör nie auf zu denken. Alles Liebe und ganz liebe Grüße, x S.Mirli (http://www.mirlime.com)

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20. Bremen. Berlinliebe. Tagebuch. Schreiben. Wasser. Reisen. Meer. Pizza. Uni. Liebe. Chai Latte. Lesen. Gedanken. Fotos. Erinnerungen. Hier und jetzt.

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