Gelesen im September: Girl on the train & Die letzten Tage von Rabbit Hayes

Zwar ist der September nun schon seit einigen Tagen vorbei, aber in meinem Kopf lasse ich ihn und seine Tage noch viel Revue passieren. Wenig geschlafen, viel gearbeitet. Ehrlich gesagt konnte ich selten einfach so richtig abschalten. Aber wenn ich dann wirklich das Bedürfnis hatte, einen freien Kopf zu bekommen, dann hat mir eine Sache besonders geholfen: Lesen. Es gibt Monate, in denen ich so viel Zeit habe und trotzdem kaum dazu komme ein Buch zu lesen. Und ausgerechnet in dem Monat, in dem ich kaum Zeit hatte, habe ich fast täglich gelesen. Und es tat einfach gut. Lesen ist entspannend, man flüchtet in andere Welten, wenn die eigene mal zu anstrengend wird. Zu laut. Aber beim Lesen herrscht Ruhe.

Im September habe ich zwei Bücher gelesen, die komplett unterschiedlich waren und mich auf ihre Art gefesselt haben.

„Girl on the train“ von Paula Hawkins war seit langer Zeit mal wieder ein Buch, das ich einfach nicht aus den Händen legen konnte. Ich habe es wirklich in jeder freien Minute gelesen. Wenn man den Titel des Buches erklärt, dann klingt das vielleicht ein bisschen langweilig: eine Frau, die tagtäglich mit dem Zug nach London und wieder zurück fährt und währenddessen die Häuser an den Gleisen beobachtet. Aber alles was drum herum passiert lässt einen das Buch so aufmerksam und neugierig lesen, weil man ständig denkt, dass im nächsten Satz etwas schlimmes passiert. Es ist wie eine tickende Zeitbombe und irgendwann explodiert sie. So unerwartet. Nicht nur der Inhalt war fesselnd, auch der Schreibstil hat mir gut gefallen. Es ist nachdenklich geschrieben, zugleich aber so aufregend. Es ist alles auf einmal außer eins: langweilig. Vom ersten bis zum letzten Satz hab ich dieses Buch nicht ein einziges Mal als langweilig empfunden. Nichts, was sich zu sehr in die Länge gezogen hat.

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Außerdem gelesen habe ich „Die letzten Tage von Rabbit Hayes“ von Anna McPartlin. Ein „Krebsbuch“, welches auf lustige und zugleich traurige Weise von der Familie Hayes handelt, die Rabbit Hayes während ihrer letzten Tage begleitet. Die Geschichte ist berührend, aber was ich so toll an dem Buch finde, ist, dass es nicht durchgehend traurig geschrieben ist. Man verfällt nicht in eine „Depri-Stimmung“, sondern schätzt vielmehr dass man gesund ist und leben darf. Die Protagonisten sind mir unheimlich ans Herz gewachsen und die Familie wird in dem Roman so authentisch dargestellt, dass man sich ihr zugehörig fühlt.

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Meiner Meinung nach zwei Bücher, die perfekt für die herbstlichen Abende bei Kerzenschein geeignet sind. Bücher zum Nachdenken und Abschweifen. Anders als typische Strandlektüren werden hier schwerere Themen behandelt, die sich nicht einfach von den Wellen des Meeres wegschwemmen lassen. Es sind Themen, über die man nachdenkt, wenn es stürmt und der Himmel grau ist. Und trotz allem sind sie perfekt, um abzuschalten und in andere Welten zu flüchten.

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Also: zwei Bücher, die ich absolut empfehlen kann und die nicht umsonst auf meiner „Book-Wishlist“ standen. 😀

Habt ihr auch schon eines der Bücher oder beide gelesen? Wie haben sie euch gefallen? Was lest ihr momentan? Habt ihr Buchempfehlungen für die herbstlichen Tage? 🙂

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Alina

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20. Bremen. Berlinliebe. Tagebuch. Schreiben. Wasser. Reisen. Meer. Pizza. Uni. Liebe. Chai Latte. Lesen. Gedanken. Fotos. Erinnerungen. Hier und jetzt.

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