Kleine Lernmotivationen

Die Hälfte der Woche ist schon wieder rum und das Semesterende rückt immer näher. Das bedeutet: Klausuren, Essays und Hausarbeiten warten darauf, geschrieben zu werden.

Ich kann mich noch ganz genau an das letzte Semester erinnern, es war meine erste Klausurenphase an der Uni und ich habe trotz allem ziemlich spät angefangen zu lernen. Ich gehöre zu den Menschen, die unter Zeitdruck viel viel produktiver und disziplinierter lernen können als die, die das ganze Semester über jeden Tag ein bisschen machen. Also hab ich im Januar diesen Jahres angefangen, täglich in die Bib zu gehen und zu lernen. Mit der Zeit hat es richtig Spaß gemacht, weil sich gewisse Gewohnheiten eingependelt haben und ich war echt fast schon traurig, als ich meine letzte Prüfung hinter mir hatte und die „Bib-Zeit“ erstmal vorbei war, denn sie war nicht nur rückblickend, sondern auch schon zu dem Zeitpunkt einfach lustig und schön. <3 Wenn ich genau weiß, was ich lernen muss und wie ich vorgehen möchte, dann macht mir Lernen auch richtig Spaß, aber wenn ich einfach nicht weiß wo ich anfangen und aufhören soll, dann hab ich überhaupt keine Motivation.

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Als die Klausurenphase des Wintersemesters dann vorbei war, habe ich mir vorgenommen, auch während des Semesters regelmäßig richtig zu lernen, sodass ich in der eigentlichen Klausurenphase kaum noch etwas machen muss. Tja, hat natürlich nicht geklappt und jetzt habe ich wieder den mir bereits bekannten Zeitdruck. 😀 Dieses Mal weiß ich aber viel besser damit umzugehen und vor allem ist noch nichts verloren, schließlich schreibe ich nicht morgen meine erste Klausur und muss jetzt die ganze Nacht durchlernen.

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Vor drei Wochen hatte ich schon einen richtigen Motivationsschub und habe den ersten Essay fertiggestellt ( ich bin immer noch so stolz darauf, dass ich es ganz ohne Zeitdruck gemacht habe 😀 ), danach verflog die Motivation dann leider wieder und irgendwie hab ich sie bis gestern auch nicht wieder gefunden. Ich war in den letzten Tagen echt sowas von unmotiviert und hatte irgendwie keinen Plan, wie ich wo anfangen soll. Für einen Essay fehlte mir noch das Thema, was mich wirklich extrem unter Druck gesetzt hat. Aber inzwischen habe ich zum Glück eins gefunden und auch was die Klausuren angeht, bin ich jetzt viel motivierter. Das liegt zum Einen daran, dass ich mir einen Lernplan erstellt habe – wann ich täglich anfange zu lernen, wann ich aufhöre und was ich lerne. Diese zeitliche Struktur hilft mir dabei, nicht komplett in dem Meer von Klausuren und Hausarbeiten zu ertrinken. 😀 Da ich nächste Woche die erste Klausur schreibe und den einen Essay in den nächsten zwei Wochen abgeben muss, stehen nun erstmal diese zwei Dinge auf meinem Plan. Danach sind zum Glück Semesterferien und ich kann mich voll und ganz auf die anderen Abgaben und Prüfungen konzentrieren. 🙂

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Was mich außerdem sehr motiviert und mir das Lernen erleichtert, ist ein aufgeräumter Schreibtisch. Deswegen habe ich heute alles, was unnötig rumlag und nicht gebraucht wurde, in Schubladen verstaut oder weggeschmissen. Uuund ich habe mir Blumen gegönnt – ein Ort sieht in meinen Augen so viel schöner und einladender aus, wenn dort ein farbenfroher Blumenstrauß steht. Und wenn ein Blumenstrauß auf meinem Schreibtisch steht, wirkt dieser einladender, was also bedeutet, dass ich lieber dran sitze. 🙂 Ganz ganz wichtig ist mir auch noch leckeres Essen. Wenn ich weiß, dass ich Avocados oder Eis zu Hause habe und während des Lernens essen kann, dann versüßt mir das einfach das Lernen, weil ich mir selbst etwas Gutes tue. Zwischendurch höre ich dann noch meine aktuellen Lieblingslieder und leg ein kleines Päuschen ein.

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Ich finde diesen ganzen Lernstress nur schlimm, wenn ich keine richtige Struktur drin habe. Ich mag es zum Beispiel überhaupt nicht, wenn ich an einem Tag drei Stunden lerne und dann vier Tage gar nicht, dann wieder mal zwei Stunden usw. Ich liebe es, wenn sich ein gewisser Rhythmus einpendelt, ich jeden Tag zu einer bestimmten Uhrzeit anfange zu lernen, genau weiß was an diesem Tag ansteht, Pausen mache, wieder lerne, Vorfreude auf kleine Auszeiten habe, währenddessen lecker esse und mir etwas gönne.  Dann macht mir Lernen wirklich richtig Spaß. Es macht mir Spaß, alles mögliche aufzuschreiben, zu markieren und mit Post-its zu bekleben. Wenn man seine Zeit richtig einteilt, Struktur sowie Organisation in die ganze Sache bringt und sich die Lernzeit mit schönen Kleinigkeiten versüßt, dann ist das alles überhaupt nicht schlimm. Ganz im Gegenteil: es ist ein gutes Gefühl, produktiv zu sein und dann ist es am Ende der Klausurenphase und all der Abgabefristen ein noch besseres Gefühl, alles geschafft zu haben. 🙂

Was sind eure Lernmotivationen und -methoden?

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7 Kommentare

  • Anna
    24. Juni 2016 at 2:47

    „Diamanten entstehen unter Druck“ – dieser schlimme Spruch hat ziemlich oft meine Lern-/Hausarbeiten-Situation beschrieben 😀
    Mir hat es immer total geholfen, viel zu lesen, mir (dort wo es ging) Podcasts oder YouTube Videos zum Thema anzusehen und die Skripte zusammenzufassen.

    Ich wünsch dir eine erfolgreiche Klausurenphase <3

    • Alina
      Alina
      24. Juni 2016 at 11:26

      Der Spruch ist gut 😀
      Danke <3

  • Imke
    25. Juni 2016 at 11:35

    Ich wünsche dir ganz viel Erfolg bei deiner Klausurenphase!
    Mir hilft als Lernmotivation ein Foto von meiner besten Freundin an meinem Schreibtisch und ein gaanz großer Kaffee 😉 <3

    • Alina
      Alina
      25. Juni 2016 at 16:06

      <3 <3 <3

    • Alina
      Alina
      25. Juni 2016 at 16:07

      Kaffee trinke ich nicht so gerne, ein Foto von meiner besten Freundin versüßt mir das Lernen aber auch 😛

  • Tina
    25. Juni 2016 at 18:10

    Liebe Alina, super hilfreicher Post! Mir geht es genauso, wie dir: Ich brauche auch einen Plan beim Lernen. Dann finde ich auch, dass das Lernen Spaß macht, einfach weil man sieht, dass man weiter kommt – das Häckchen setzen, nachdem man eine Aufgabe erledigt hat, ist doch das Tollste oder? 🙂 Auf meinem Schreibtisch stehen auch Blumen *-*
    Ich wünsch dir weiterhin viel Erfolg beim Lernen!
    Liebe Grüße, Tina von http://www.freckledrebell.de <3

    • Alina
      Alina
      25. Juni 2016 at 19:31

      Dankeschön! Es ist wirklich immer so ein tolles Gefühl, etwas geschafft zu haben 😀
      Dir auch viel Erfolg bei allen Aufgaben, die zu meistern sind 🙂
      Liebe Grüße :*

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20. Bremen. Berlinliebe. Tagebuch. Schreiben. Wasser. Reisen. Meer. Pizza. Uni. Liebe. Chai Latte. Lesen. Gedanken. Fotos. Erinnerungen. Hier und jetzt.

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